Ines Scheiblhofer
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Die Gundelrebe - eine magische Pflanze

Gundelrebe
Gundelrebe

Die Gundelrebe oder auch Gundermann genannt steht jetzt in voller Blüte, und zaubert violette Blüten in die Gärten.

 

Nahzu jeder Gärtner kennt sie gut, gerade an halbschattigen Plätzen schlängelt sie sich gerne durchs Gras. Sie rankt über den Boden, nur das Blütenende richtet sich auf.

Beim Rasenmähen verströmt sie den typischen Gundelreben-Duft sehr stark.

 

Die Gundelrebe enthält enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl und viel Vitamin C.


Der Geschmack der Gundelrebe ist sehr besonders, und nicht jedermanns Sache, daher sollte man zu Beginn die Gundelrebe etwas vorsichtiger dosieren. Zusammen mit anderen Wildkräutern bereichert sie eine Kräuterbutter, eignet sich als Beigabe in Salate, gerade zu Gurkensalat passt sie besonders gut. Auch als Bestandteil für ein Kräutersalz eignet sie sich gut. Die Wiesenlimonade macht sie so richtig würzig. In der Gründonnerstagssuppe ist er ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.

 

Ein besondere kulinarische Verführung: Man bestreicht die Gundelreben-Blätter mit gechmolzener Schokoladenkuvertüre und lässt sie auf einem Backpapier, an einem kühlen Standort trocknen. Die Kombination von Schokolade und Gundelrebe gibt ein wahres Geschmacksfeuerwerk. Die so veredelten Blättchen eignen sich um Torten zu verzieren, oder Desserts aufzupeppen.

 

Das Wort Gund kommt aus dem Germanischen, und bedeutet Eiter. Mit der Gundelrebe wurden eitrige Wunden behandelt.


Im Buch "Medizin der Erde" von Susanne Fischer-Rizzi gibt es ein Rezept von Franz Waldner, für den Gundelreben-Wundblättchen-Öl: hierfür sammelt man im Juni/Juli saubere Gundermannblättchen. Man nimmt ein sauberes Glas und füllt es mit den fest zusammengeressten Blättern voll und lässt es an einem sonnigen Platz stehen. Nach einigen Tagen sammelt sich am Boden des Glases eine helle Flüssigkeit, die man vorsichtig abseiht und in einer dunklen Flasche, kühl aufbewahrt. Bei Bedarf wird mehrmals täglich eine Wunde damit bestrichen.

 

Wenn eine Kuh keine Milch mehr gab, haben die Bauern sie durch einen Gundelrebenkranz gemolken und siehe da auf wundersame Weise, gab die Kuh kurz darauf wieder Milch. Das hat die Ursuche, dass Gundelrebe milchbildend wirkt und die Kuh das Kranzerl gefressen hat.

 

Zu Walpurgis hieß es, man soll einen Gundelrebenkranz aufsetzen, dann erkennt man Hexen. Die Gundelrebe sollte eine antidämonische Wirkung haben.


Hier ein paar Gundelreben-Rezepte:

Gundelreben-Konfekt

Gundelreben-Eis

Wiesen-Limonade

Wildkräuter-Salat

Wildkräuter-Quiche

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